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05.12.2018 um 06:07 Uhr

Verkehrsunfall, Lage unklar
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03.12.2018 um 04:32 Uhr

Brandnachschau
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02.12.2018 um 13:58 Uhr

Ölspur
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Bei der Freiwilligen Feuerwehr Eisenberg (Pfalz) ist mit dem heutigen Tage das Brandbekämpfungskonzept für die demnächst in Bau befindliche U-Bahn in Kraft getreten.

Ab dem Baubeginn am 01. Juni 2016 müssen zuerst die Bauarbeiten, die mit Tunnelbohrmaschinen (TBM) durchgeführt werden, durch die Feuerwehr abgesichert sein. Da die Bohrköpfe der TBMs mit Überdruck arbeiten, um ein Eindringen von Grundwasser zu vermeiden, sind hier zusätzliche Maßnahmen ähnlich wie bei Taucherunfällen nötig. Die Abstimmung der Einsatzmaßnahmen erfolgte daher in enger Zusammenarbeit mit den Taucherstaffeln der umliegenden Berufsfeuerwehren. Als Startpunkt für die TBMs auf den drei zukünftigen Linien werden Baugruben an den jeweiligen Endhaltestellen "Siemensstr." (U1), "Bollerbrücke" (U2) und "Haus der Kirche" (U3) eingerichtet (siehe Liniennetzplan), von denen aus im Falle eines Falles die Feuerwehr angreifen wird. Kritischer Punkt der Bauarbeiten wird der Kreuzungsbahnhof "Marktplatz" sein, an dem sich alle drei U-Bahn-Linien sowie in der Bauphase die TBMs treffen werden. Nach derzeitigem Stand ist noch nicht klar, ob die U1 über den Bahnhof "Friedhof" hinaus bis zu den Haltestellen "Erdekaut" und "Seltenbach" verlängert wird, da hier ohnehin nur ein Wochenend- und Feiertagsverkehr stattfinden würde und außerdem der schwierige Boden die Bauarbeiten verkompliziert.

Die eigentliche Herausforderung für die Feuerwehr sind allerdings Einsätze im späteren, laufenden Betrieb der U-Bahn. In den engen Tunneln staut sich die Hitze extrem, sodass der Beton abplatzt und der Tunnel nach einiger Zeit einsturzgefährdet ist. Zudem ist die Rauchausbreitung nicht vorhersagbar, wie Brände in anderen U-Bahnen gezeigt haben. Ein weiteres Hindernis ist der unwegsame Gleisbereich mit Schotter und Schienenschwellen, die eine Stolpergefahr darstellen. Daher werden auf den U-Bahnhöfen Loren vorgehalten die von Hand geschoben werden können, um das Material nicht tragen zu müssen. Zusätzlich dazu erfolgt demnächst eine Ausrüstung der Feuerwehr mit Doppelflaschen-Pressluftatmern, die Einsatzzeiten bis zu einer Stunde ermöglichen um die Wege unterhalb der Erde zurücklegen zu können.

Doch auch für Sie als spätere Nutzer der U-Bahn haben wir wertvolle Hinweise:

- Beim Ziehen der Notbremse wird der Zug nicht anhalten, solange er sich im Tunnel befinden, sondern immer versuchen den nächsten Bahnhof zu erreichen.
- Sollte der Zug trotzdem im Tunnel liegen bleiben, folgen Sie der Beschilderung zum nächsten Notausgang. Dieser ist entsprechend der "Straßenbahn-Bau- und Betriebsordnung", die deutschlandweit auch für alle städtischen, unterirdisch fahrenden Bahnen gilt, mit blauem Licht gekennzeichnet (um nicht grüne Signale mit den Notausgängen verwechseln zu können).
- Bitte beachten Sie, dass in allen U-Bahnhöfen komplettes Rauchverbot herrscht.


Ihre Freiwillige Feuerwehr Eisenberg (Pfalz)

 

Liniennetzplan der zukünftigen Eisenberger U-Bahn

Zusätzliche Informationen